Hans Ulrich Schweizer Präsident 2003-12 Stiftung für konstruktive, konkrete und konzeptuelle Kunst: Zeitlebens hat es der Kreative Jean Etienne A. immer wieder verstanden, mit seinen reichen Begabungen zu überraschen – die überraschende Idee als Ingredienz für erinnerungsstarke Eindrücke von grosser Wirkung. In den 80iger und 90iger-Jahren setzte er damit brillant gewichtige Impulse für die Werbung, seine Erkenntnisse sind zu lesen im 2003 erschienenen Sachbuchbestseller mit dem Titel "Einfall oder Abfall". Dieser Titel wird nun gleichsam zum Programm, ja zum Konzept schlechthin, für die aktuelle Werkpräsentation von A., womit der konstruktiv und konzeptuell arbeitende Künstler einmal mehr das interessierte Publikum gehörig zu überraschen vermag.

Wie können die Spuren einer übervollen vita activa zu Zeichen für eine vita contemplativa mutieren? Mit seiner Werkreihe "Undercolor Diary" gibt Jean Etienne A. eine spannende Antwort auf die Sinnfrage. Und partiell fällt sie dabei so radikal aus, wie sie nur konzeptuelle Kunst zu geben vermag. Ein veritables MacBook oder eine einzigartige Swatch Uhrensammlung beispielsweise unter Farbe begraben, um sie zu entsorgen – das muss zuerst einmal gemacht werden! Beeindruckend in Konzept wie Umsetzung.

 

Frank Bodin Kunstschaffender und Chairman Havas Worldwide: Da geht einer hin und führt Buch. Über den Alltag, über Städte, über kleine Dinge wie grosse Ereignisse, über Persönlichkeiten wie über Brüche, über Räume wie über die Zeit. Aber der das macht, macht es nicht wie ein Buchhalter oder Tagebuchschreiber – er vereinigt die Versatzstücke auf einer Leinwand zu etwas Neuem und in einer ihm eigenen Ästhetik.

Ich kenne Jean Etienne A. nun doch schon einige Zeit. Bereits als wir uns das erste Mal begegneten, sprachen wir über Kunst (ich fragte ihn um Mithilfe bei einem meiner Kunstprojekte an). Er beeindruckte mich vom ersten Moment an mit seiner ihm eigenen Gründlichkeit und Professionalität und Passioniertheit. Immer mit dem Anspruch, etwas Aussergewöhnliches, etwas Grosses zu schaffen. Nicht Bilder, sondern Tableaux. Jean Etienne war schon immer überragend. Auch jetzt wieder als Künstler. Sein Werk strahlt gross und würdig.

(Aus dem Presse- und Ausstellungstext)